Photo Credit22. August 2026 – 3. Januar 2027
Charles Ray wurde 1953 in Chicago geboren und lebt seit 1981 in Los Angeles. Er gilt als einer der wichtigsten Bildhauer des 20. und 21. Jahrhunderts. Seit über fünf Jahrzehnten schafft er Kunstwerke, die sich durch Skulptur mit der zeitgenössischen Welt, seinem Leben und Konzepten zu Körperlichkeit und Spiritualität auseinandersetzen. Ray erklärt dazu, dass er nicht so sehr über die Bildhauerei nachdenkt, sondern vielmehr skulptural denkt. Im Laufe seiner Karriere hat er den Umfang seines Schaffens auf vielfältige Weise erweitert und neu definiert.
Rays Arbeiten befassen sich mit der Kunstgeschichte, mit der Genese von Kunst und ihrer Installation im Raum. Für Ray muss eine Skulptur, wenn sie in den Raum eingebettet werden soll, aus Raum bestehen – eine scheinbar widersprüchliche Aussage, da seine Werke zwischen wenigen Gramm und fast zwanzig Tonnen wiegen können. Nach seiner Teilnahme an der documenta 9 im Jahr 1992 freut sich das Fridericianum, nun Rays erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland zu präsentieren.
Mit großzügiger Unterstützung der Hessischen Kulturstiftung, der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, der Stiftung Stark für Gegenwartskunst, der LEAP Art Foundation und der Rudolf-August Oetker Stiftung.





Medienpartner der Ausstellung ist das Monopol Magazin für Kunst und Leben.

Hinweis für Besuchende
Die Ausstellung enthält Darstellungen von Nacktheit. Das Werk Oh! Charley, Charley, Charley…deutet zudem einen virtuellen Geschlechtsakt an.
Das Fridericianum empfiehlt, dieses Werk erst ab einem Alter von 16 Jahren zu betrachten. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrem Ausstellungsbesuch.
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Photo Credit3. Oktober 2026 – 3. Januar 2027
Eröffnung: Freitag, 2. Oktober 2026, 19 Uhr
Kindervernissage: Freitag, 2. Oktober 2026, 17.30–19 Uhr
In seiner neuen Werkserie Hostless beschäftigt sich Mohammed Sami vorwiegend mit Innenräumen. Die Gemälde werden zu einem Ort für Erinnerungsprozesse, geistige Vorgänge, bei denen die Abstraktion ins Stocken gerät und etwas Beunruhigendes langsam durchsickert. Räume werden zu gespenstischen Behältnissen, die die Überreste von Geschehnissen bewahren, die sich trotz vorhandener Beweise einer eindeutigen Benennung entziehen. Diese Innenräume sind in ihrer Unruhe unmittelbar, in ihrer Bedeutung jedoch schwer fassbar. Sie zittern vor einer Körperlichkeit, die die Malerei als Praxis nicht vollständig zu definieren oder einzugrenzen vermag. Objekte verhalten sich wie schwebende Bedeutungsträger, die auf abwesende Gewalt oder eine erst durch Distanz erträglich gemachte Erinnerung hinweisen. Die Formensprache seiner neuen Gemälde lässt das „Grauen“ zu einem optionalen Element für die Betrachtenden werden, das nicht inszeniert, sondern still geduldet wird und sich durch die hartnäckige Materialität dessen offenbart, was übrigbleibt.
Das Fridericianum präsentiert die erste institutionelle Ausstellung Mohammed Samis in Deutschland. Sie wird in Kooperation mit dem Stedelijk Museum voor Actuele Kunst (S.M.A.K.) in Gent und dem Moderna Museet Malmö realisiert, die das Wirken des Künstlers 2027 und 2028 würdigen werden.
Die Ausstellung im Fridericianum wird realisiert mit großzügiger Unterstützung von The Nixon Foundation, AMA Collection und The Garcia Family Foundation.
Blinkende Lichtsignale, Spiegel und lose Kabel: Die kinetischen Skulpturen von Peter Fischli erinnern mit ihren vertikalen Trägern, horizontalen Armen und Leuchten an städtische Ampelanlagen oder Bühnenelemente. Aus einfachen Materialien gefertigt und von grauen Farbschichten überzogen, lassen sie urbane Oberflächen anklingen und entfalten im Ausstellungsraum einen schwer greifbaren Rhythmus aus Licht und Klang. Ihre wechselnden Signale folgen keiner festen Logik, vielmehr entwickeln die Skulpturen eigene Abfolgen in Weiß-, Orange- oder Gelbtönen.
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Die Fragen, was einen Menschen ausmacht, welche Einflüsse ihn zu dem formen, was ihn charakterisiert, wie eine Loslösung von den determinierenden gesellschaftlichen Prägungen möglich ist und welche alternativen Lebensentwürfe realistische Optionen sein könnten, bilden den zentralen Rahmen für das Schaffen von Catherine Opie. Seit den frühen 1990er Jahren arbeitet die Künstlerin an einem komplexen Werk, das insbesondere Fotografien, aber auch Filme, Kunstbücher und Installationen umfasst. Jenseits der Norm zeigt es auf Vielfalt angelegte Antwortmöglichkeiten auf. Opie, die 1961 in Sandusky, Ohio, geboren wurde und heute in Los Angeles lebt, knüpft dabei an die Traditionen der sozialorientierten Fotografie des 20. Jahrhunderts an und unterzieht sie einer weitsichtigen, einfühlsamen Aktualisierung. Damit einhergehend begründet sie eine ganz eigene Bildsprache und -ästhetik, wodurch sie – zusammen mit der gesellschaftlichen Relevanz ihrer Themen – zu den einflussreichsten Positionen der Gegenwart zählt. Vor diesem Hintergrund hatte Opie von 2001 bis 2023 eine Professur für Fotografie an der University of California in Los Angeles inne.
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Seit über zwei Jahrzehnten formuliert die 1985 in Harare, Simbabwe, geborene Künstlerin Portia Zvavahera ein zutiefst persönliches und emotional aufgeladenes Werk. Ihre Arbeiten schöpfen aus Träumen, spirituellen Erfahrungen und einer Bildtradition, die unter anderem von der Kultur Simbabwes sowie religiöser Ikonografie geprägt ist. Sie zeichnen sich durch ihren Einsatz leuchtender Farben, die komplexe Schichtung von Figuren und Mustern sowie eine einzigartige Verbindung verschiedener Techniken, darunter Blockdruck und gestische Malerei, aus.
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Anlässlich des 70. Jubiläums der documenta präsentiert das Fridericianum die erste institutionelle Einzelausstellung von Robert Grosvenor in Deutschland und zugleich die erste umfassende Museumspräsentation seines Werks in Europa seit zwanzig Jahren. Der 1937 in New York geborene Künstler, der 1977 und 1987 an der documenta teilnahm, formierte seine skulpturale Praxis in den 1960er Jahren, als die Minimal Art als künstlerische Strömung aufkam. Er nahm an den Ausstellungen Primary Structures (1966) im Jewish Museum in New York und Minimal Art (1968) im Gemeentemuseum in Den Haag teil – zwei Meilensteinen der Bewegung. Kennzeichnend für seine frühen Arbeiten ist eine reduzierte Formensprache, die industrielle Materialien und klare geometrische Strukturen verbindet. Seine Praxis entwickelte sich jedoch kontinuierlich weiter. Grosvenors Werk, das ebenfalls Zeichnungen und Fotografien umfasst, entzieht sich daher einer Kategorisierung und besticht durch Eigensinn, Vielfalt und Kompromisslosigkeit. Oft verbinden sich in seinem Œuvre strenge Konstruktion mit improvisierten Elementen und technische Anmutung mit poetischer Offenheit. Dabei treffen abstrakte Arbeiten auf vermeintlich konkretere, lesbarere Objekte, die wie der Zeit entrückte Architekturen oder Fahrzeuge anmuten.
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Ausgangspunkt vieler Arbeiten von Mario García Torres, der 1975 in Monclova geboren wurde und heute in Mexiko-Stadt lebt, sind die Werke sowie das Wesen historischer Künstler*innen, insbesondere von Vertreter*innen der Konzeptkunst, der Arte Povera oder der Institutionskritik. Unter Einsatz verschiedener Medien wie Film, Diaprojektion, Fotografie, Klang, Text, Skulptur oder Malerei analysiert er künstlerisches Material – Werke, Dokumente, Haltungen, Strategien und Mythen, um daraus neue Geschichte wie auch Geschichten zu ersinnen. Auf diese Weise gelingt es García Torres, ungewohnte Perspektiven auf die Vergangenheit zu eröffnen und vermeintlich allgemeingültige Wahrheiten zu hinterfragen. Dabei sind seine Arbeiten oftmals von einem subtilen, scharfsinnigen Humor durchdrungen.
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Lee Kit, der 1978 in Hongkong geboren wurde und heute in Taiwan lebt, erlangte zu Beginn der 2000er Jahre mit Malereien Bekanntheit, die nicht nur Kunstobjekte, sondern auch Gebrauchsgegenstände sind. Er bemalte u. a. Textilien mit Streifen und Schachbrettmustern, um diese im häuslichen Umfeld temporär als Gardinen und Tischtücher sowie im Außenraum als Picknickdecken oder Banner zu nutzen. Dabei manifestiert sich gerade in der letztgenannten Verwendungsform, im Kontext der Protestbewegungen Hongkongs, ein dezidiert politisches Moment, das als wichtiger Wesenszug seines Schaffens gilt. Als weiteres zentrales Merkmal kann die Aufhebung von Gattungsgrenzen angesehen werden, die schon in den frühen Formulierungen Lees zur merklichen Entfaltung gelangt und die sich in seinen Ausstellungen bis heute stetig potenziert. So lässt er in Präsentationen seine Malereien, Skulpturen, Filme, Fotografie, Musik und Sprache zu einer untrennbaren Einheit verschmelzen. Das Resultat sind intensive, immersive Bild-, Gedanken- und Erfahrungsräume, die von einer zarten Poesie genauso durchdrungen sind wie von dem Bestreben, eine soziale Utopie zu proklamieren. Das Fridericianum präsentiert die erste Einzelausstellung von Lee in Deutschland – ein begehbares Gesamtkunstwerk.
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Das Fridericianum in Kassel würdigt das Schaffen von Ulla Wiggen mit einer umfassenden, retrospektiv angelegten Ausstellung. Das Werk der Künstlerin, geboren 1942 in Stockholm, zeichnet sich durch eine herausragende formale und konzeptionelle Präzision aus. Ihr Œuvre, das sich über sechs Jahrzehnte erstreckt, umfasst vier Werkgruppen: Bilder von Schaltkreisen und anderen elektronischen Komponenten, Porträts, medizinische Darstellungen von Knochen und inneren Organen sowie Arbeiten, die die Iris des Auges zum Gegenstand haben.
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Unter dem Titel Some Bright Morning präsentiert das Fridericianum die erste umfangreiche Einzelausstellung von Melvin Edwards in einer europäischen Institution. Anhand von mehr als 50 Werken bietet die Schau die Möglichkeit, die vielfältige abstrakte Formensprache des Bildhauers, Installationskünstlers und Zeichners kennenzulernen.
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Tauba Auerbach, 1981 in San Francisco geboren und in New York lebend, spürt den sichtbaren und unsichtbaren Verbindungen, Strukturen und Rhythmen nach, die unser Universum prägen. Ebenso ist der künstlerische Blick auf das Mikro- und Makrokosmische gerichtet, aus denen sich die Komplexität des Seins konstituiert.
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Der Verlag Diagonal Press wurde von Tauba Auerbach 2013 mit dem Ziel gegründet, den eigenen Experimenten in den Bereichen Typografie, Buchgestaltung und -produktion sowie Angewandte Kunst kontinuierlich größeren Raum zu geben. Das Spektrum der Veröffentlichungen reicht von Büchern, Kalendern, Plakaten und Fahnen über Spielzeuge bis hin zu Accessoires und Schmuck.
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Roberto Cuoghi, der 1973 in Modena geboren wurde und heute in Mailand lebt, lässt sich als Künstler schwerlich einer Kategorie zuordnen. Seine Praxis umfasst nahezu das gesamte Spektrum künstlerischer Gattungen und weist dementsprechend unzählige Erscheinungsformen auf. Gleichermaßen reflektiert sie die Beschäftigung mit vielfältigen, teilweise scheinbar widersprüchlichen Themen und Fragestellungen.
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Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren arbeitet Toba Khedoori an einem Werk, das zu den herausragendsten, zugleich aber auch ungewöhnlichsten Beiträgen der Gegenwartskunst gezählt werden kann.
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Martine Syms, die 1988 in Los Angeles geboren wurde, hat sich in den letzten Jahren zu einer der prägenden Positionen des jüngeren, internationalen Kunstdiskurses entwickelt. In der speziell für Kassel entwickelten und Aphrodite’s Beasts betitelten Ausstellung wird das Werk der Künstlerin erstmals in Deutschland anhand von Filminstallationen, Fotografien, ortsspezifischen Interventionen sowie Objekten vorgestellt.
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Aus einfachen, teilweise alltäglichen Materialien wie Pappmaché, Schaumstoff, Sektkorken, Eisstielen oder Muscheln fertigt Vincent Fecteau seit den frühen 1990er Jahren Skulpturen und Collagen, die mannigfaltige Erscheinungsformen aufweisen.
Das Fridericianum präsentierte die erste institutionelle Einzelausstellung des 1969 in Islip, New York, geborenen Künstlers in Deutschland.
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3. Oktober 2020 – 24. Mai 2021
Mit „Waters‘ Witness“ stellte das Fridericianum das Schaffen Tarek Atouis, der 1980 in Beirut geboren wurde und heute in Paris lebt, erstmals in Deutschland in einer Einzelausstellung vor. Dabei basierte die Präsentation auf dem fortlaufenden Projekt I/E, in dessen Rahmen Atoui seit 2015 Klänge von Hafenanlagen in Athen, Abu Dhabi, Singapur, Porto und Beirut erforscht.
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15. Februar 2020 – 6. September 2020
Das Fridericianum präsentierte die erste Ausstellung in Deutschland zu Leben und Werk des Künstlers seit mehr als drei Jahrzehnten. Die Schau erlaubte eine Neuentdeckung dieser herausragenden, für den zeitgenössischen Diskurs ausgesprochen relevanten, zugleich aber schwer fassbaren Position der US-amerikanischen Nachkriegskunst.
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26. Oktober 2019 – 12. Januar 2020
In den letzten Jahren wurde Rachel Rose rasch für ihre fesselnden Videoinstallationen und Filme bekannt. In ihrem Werk lotet die Künstlerin zumeist aus, wie unsere Beziehung zur Landschaft, das Geschichtenerzählen und die Glaubenssysteme zu Fragen von Sterblichkeit unentwirrbar miteinander verbunden sind.
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6. Juni – 8. September 2019
Unter dem Titel „Deserto-Modelo“ präsentiert das Fridericianum die erste größere institutionelle Einzelausstellung des 1983 in São Paulo geborenen Künstlers Lucas Arruda. Sein Schaffen umfasst Gemälde, Grafiken, Lichtinstallationen, Diaprojektionen und Filme.
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6. Juni – 8. September 2019
Seit mehr als sechs Jahrzehnten fertigt Ron Nagle Werke, die sich dadurch charakterisieren lassen, dass sie eine maximale Höhe von 20 cm aufweisen. Trotz ihrer geringen Größe haben die u. a. aus Keramik, Kunststoff, Glasurmitteln und Autolack gefertigten Arbeiten eine Präsenz und Wirkung, die beeindruckender kaum sein könnte.
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