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Donnerstag, 16.7.2026, 19 Uhr
Anlässlich der Ausstellung The Pause That Dreams Against Erasure von Catherine Opie zeigt das Fridericianum Chris Markers legendären Science-Fiction-Kurzfilm La Jetée (1962). Der wegweisende Klassiker des experimentellen Kinos erzählt mithilfe von Schwarz-Weiß-Standbildern von einer postapokalyptischen Welt nach dem Dritten Weltkrieg. Ein namenloser Protagonist wird auf der Suche nach alternativen Energiequellen mittels Zeitreisen in Vergangenheit und Zukunft geschickt und begegnet dabei immer wieder dem Bild einer Frau, das ihn seit seiner Kindheit verfolgt. Erst am Ende erkennt er, dass die Erinnerung, die ihn sein Leben lang begleitet hat, untrennbar mit seinem eigenen Schicksal verbunden ist.
Die formale Radikalität und die Erzählstruktur von La Jetée haben Generationen von Kunst- und Filmschaffenden geprägt – darunter auch Catherine Opie. In ihrem ersten filmischen Werk The Modernist (2017) greift sie Markers Bildsprache und Erzählweise auf und berichtet vom Scheitern der utopischen Versprechen der Moderne. The Modernist ist Teil der Ausstellung im Fridericianum, die noch bis zum 19. Juli zu sehen ist.
Das Screening lädt dazu ein, Chris Markers La Jetée neu oder wiederzuentdecken. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch über den Film.
Einführung von Elias Lepper (Veranstaltungsmanagement, Fridericianum): Deutsch
Film: Chris Marker: La Jetée, 1962, Frankreich, 28 Minuten, Englisch, mit englischen Untertiteln
Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.