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Vortrag von Christian Rattemeyer
Melvin Edwards: Geschichtlichkeit und Formalismus

Donnerstag, 24.10.2024, 19 – 20.30 Uhr

Christian Rattemeyer versucht in seinem Vortrag gängigen Interpretationen zum Werk von Melvin Edwards kritisch zu begegnen, d.h. als inhaltliche Über- oder Unterdeterminationen. Er entwirft ein Modell, das Geschichtlichkeit und Formalismus nicht als gegensätzliches, sondern als sich ergänzendes Begriffspaar begreift. Hierbei greift er Resonanzen eines Geschichtsentwurfs auf, der in der von Okwui Enwezors konzipierten documenta 11 zu verorten ist.

Christian Rattemeyer ist freier Kurator, Autor, Übersetzer und Direktor von ARTS&REC, einem Künstler*innen-Residenzprogramm in den nördlichen Catskills. Zuvor war er Direktor des SculptureCenter in New York City (2019–2020) und der Harvey S. Shipley Miller Kurator für Zeichnung und Grafik am Museum of Modern Art in New York (2007–2019). Am MoMA kuratierte er unter anderem die Ausstellungen SURROUNDS: 11 Installations (2019), Unfinished Conversations: New Work from the Collection (2017), Transmissions: Art in Eastern Europe and Latin America 1960–1980 (2015) und Alighiero Boetti: Game Plan (2012). Zuvor war er Kurator am Artists Space in New York (2003–2007) und arbeitete für die documenta 11 (2002), documenta 10 (1997) und documenta 9 (1992) in seiner Heimatstadt Kassel. Regelmäßig veröffentlicht er zu zeitgenössischer Kunst.

Sprache: Deutsch. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.