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PRESSEKONTAKT

Auf dieser Seite haben wir Ihnen alle medienrelevanten Informationen und Presseunterlagen zu den Ausstellungen des Fridericianum zusammengestellt. Sollten Sie Fragen oder Interviewwünsche haben oder zusätzliches Material benötigen, sprechen Sie uns gerne persönlich an:

Pressekontakt:
documenta und Museum Fridericianum gGmbH
Leitung Kommunikation und Marketing
Johanna Köhler
+49 561 70727-2520 / press@fridericianum.org

Kommunikation Fridericianum
Naomi Deutschmann
+49 561 70727-2526 / press@fridericianum.org


Pressetermine

Nächster Pressetermin: Donnerstag, 29. Oktober 2020, 11.30 Uhr
Pressevorbesichtung: Alexandra Bircken

Pressemitteilungen

  • 23.10.2020, Presseeinladung
    Präsentation der neuen Außenskulpturen von Alexandra Bircken

    Alexandra Bircken: Top down / Bottom up
    Präsentation: Samstag, 31. Oktober 2020, 15 Uhr
    Fridericianum, Friedrichsplatz 18, 34117 Kassel

    Pressevorbesichtigung: Donnerstag, 29. Oktober 2020, 11.30 Uhr (in Anwesenheit der Künstlerin)
    Es sprechen:
    Dr. Sabine Schormann, Generaldirektorin documenta und Museum Fridericianum gGmbH
    Moritz Wesseler, Direktor Fridericianum

    Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um Anmeldung unter press@fridericianum.org.

    Über dem Portikus des Fridericianum, zwischen den Allegorien der Architektur und Philosophie, verharrt eine grün schillernde Figur im Handstand. Es handelt sich um eine lackierte Aluminiumskulptur, die von der 1967 in Köln geborenen und heute in Berlin lebenden Künstlerin Alexandra Bircken eigens für diesen Ort geschaffen wurde. In der Arbeit ist die Pose einer jungen Turnerin verewigt, die Bircken mit großer Präzision durch den Einsatz eines 3-D-Scanners festhielt, um aus dem gesammelten Datenmaterial zunächst eine Gussform und schließlich die Skulptur zu fertigen: Die ausgestreckten Arme, der in den Nacken gelegte Kopf wie auch die zusammengedrückten und in gerader Linie emporragenden Beine lassen die Körperspannung der zierlichen Akrobatin erahnen, mit der sie hoch oben der Schwerkraft trotzt. Weitere Details der Figur lassen sich auf dem Platz vor dem Fridericianum studieren, wo das Gegenstück der Dachskulptur aufgestellt ist. Wenige Meter von den Treppenstufen des Portikus entfernt steht ein zweiter, ebenfalls grün gefasster Aluminiumguss, der in der gleichen Weise wie die Höhenakrobatin realisiert wurde und mit ihr gewissermaßen identisch ist. Anders jedoch als die Plastik auf dem Gebäude steht die Figur auf dem Kopfsteinpflaster nicht auf den Händen. Hier ist die Turnerin um 180 Grad gedreht, erhebt sich also mit ihren Fußspitzen vom Boden und scheint mit ihren angewinkelten Händen das Firmament zu tragen. Top down / Bottom up lautet somit auch der Titel der beiden Skulpturen, die in fein abgestimmtem Zusammenspiel zu einer Einheit verbunden sind. Das zweiteilige Werk spricht mit und widerspricht zugleich der historischen Architektur des Fridericianum sowie den am Friedrichsplatz realisierten Außenskulpturen aus vergangenen documenta Ausstellungen. Dabei knüpft das Ensemble unmittelbar an die für Bircken typische Praxis an: einer Untersuchung physischer und psychischer Parameter von Objekten und Wesen, die sich in einer einzigartigen, intensiven und bisweilen surrealen Sprache artikuliert.

    Im Rahmen der Serie Interventionen entwickeln Künstler*innen für das Fridericianum ortsspezifische Werke, durch die – jenseits der regulären Ausstellungsflächen – die bislang nicht genutzten Zwischenbereiche und Verkehrsflächen des Gebäudes eine Aktivierung, Akzentuierung oder Transformation erfahren. Bei diesen Setzungen handelt es sich um Wandmalereien, Außenskulpturen und Klanginstallationen, die über einen längeren Zeitraum oder sogar dauerhaft am Haus bleiben.

    Die Pressevorbesichtigung findet unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen statt.

  • 22.9.2020, Presseeinladung
    Tarek Atoui im Fridericianum

    Waters’ Witness
    3. Oktober 2020 – 17. Januar 2021
    Eröffnungswochenende: Samstag, 3. Oktober 2020, 11–19 Uhr und Sonntag, 4. Oktober 2020, 11–18 Uhr
    Fridericianum, Friedrichsplatz 18, 34117 Kassel

    Pressevorbesichtigung: Donnerstag, 1. Oktober 2020, 11.30 Uhr (in Anwesenheit des Künstlers)
    Es sprechen:
    Dr. Sabine Schormann, Generaldirektorin documenta und Museum Fridericianum gGmbH
    Moritz Wesseler, Direktor Fridericianum

    Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um Anmeldung unter press@fridericianum.org.

    Tarek Atoui schöpft das Potenzial der Klangkunst, die im Zentrum seiner Praxis steht, umfassend aus. Ihn interessiert nicht allein, wie Schallereignisse oder Geräusche eine akustische Wirkung entfalten. Ebenso wichtig ist für ihn, wie diese Phänomene mit anderen Sinnesorganen als dem Ohr wahrgenommen werden können, wie sie als Katalysator für menschliche Interaktion fungieren und wie sie mit gesellschaftlichen, historischen oder räumlichen Parametern in Beziehung stehen. Ausgangspunkt seiner Werke sind zumeist umfassende anthropologische, ethnologische, musikwissenschaftliche oder technische Recherchen, die in der Realisierung von Instrumenten, Hörräumen, Performances oder Workshops münden und damit ein ausgesprochen facettenreiches Œuvre begründen.

    Mit Waters’ Witness stellt das Fridericianum das Schaffen Tarek Atouis, der 1980 in Beirut geboren wurde und heute in Paris lebt, erstmals in Deutschland in einer Einzelausstellung vor. Die Präsentation basiert auf dem fortlaufenden Projekt I/E, in dessen Rahmen Atoui seit 2015 Klänge von Hafenanlagen in Athen, Abu Dhabi, Singapur, Porto und Beirut aufzeichnet, erforscht, bearbeitet und in Werke transferiert. In Kassel werden bislang separat genutzte Bestandteile dieser künstlerischen Unternehmung zusammengeführt: Die Tonaufnahmen werden mit ortsspezifischen Materialien und Objekten – Marmorblöcken und Stahlträgern – sowie den architektonischen Bedingungen der Ausstellungssäle zu einer installativen Einheit verbunden. So werden Raum, Klang und Objekte körperlich wie auch sinnlich erfahrbar, sodass sich eine Grundlage für vielschichtige Assoziationen, Erinnerungen und (Selbst)-Reflexionen ergibt.

    Ergänzt wird die Installation durch das 2020 entstandene und nun erstmals öffentlich präsentierte Werk The Tables of Contents, das Atouis zentrale Themen der Teilhabe, der Bildung und Vermittlung wie auch des Experiments direkt nachvollziehbar macht. Dabei handelt es sich um zwei Apparaturen, die – wie der Titel bereits andeutet – die Form von Tischen aufweisen. Diese sind mit verschiedenen bedienbaren Objekten ausgestattet, zu denen Töpferscheiben, Metallstifte und Sprungfedern ebenso zählen wie eigens konstruierte Instrumentarien. Unter fachkundiger Anleitung können Besucher*innen mit diesen Gegenständen aktiv neue Töne generieren und bestehende modifizieren. Diese Klänge fließen anschließend in die Ausstellung ein, avancieren zum Bestandteil der Komposition und beflügeln neue Beiträge oder Interventionen.

    Atouis Laufbahn als Künstler, der von 2000 bis 2003 zeitgenössische Musik am Conservatoire national français in Reims studierte, ist eng mit der Stadt Kassel verbunden. So war er bereits 2012 an der dOCUMENTA (13) beteiligt, bei der er im innerstädtischen Bereich die Performance Metastable Circuit 1 realisierte und in der Orangerie mit La Lutherie einen Raum für künstlerisch-musikalische Experimente etablierte. Seit dieser Zeit war Atoui an zahlreichen internationalen Präsentationen und Projekten, etwa in der Tate Modern in London (2016), in der Fundação de Serralves in Porto (2018), im Solomon R. Guggenheim Museum in New York (2019) oder auf der 58. Biennale von Venedig (2019), beteiligt. Vor dem Hintergrund der unlängst erfolgten Auszeichnung Atouis mit dem Suzanne Deal Booth / FLAG Art Foundation Prize richtet die Sharjah Art Foundation parallel zur Schau im Fridericianum ebenfalls eine Einzelausstellung zu Ehren des Künstlers aus.

    Die Kasseler Ausstellung wird großzügig von der Hessischen Kulturstiftung gefördert: „Natürliche und künstliche Laute dringen tagtäglich an unser Ohr. Der Künstler Tarek Atoui macht die Ursprünge dieser vielfältigen, differenzierten Klangwelt erfahrbar. Besucher*innen der Ausstellung im Fridericianum gewinnen einen Eindruck von dem beziehungsreichen Geflecht der Töne als Ausdruck von sozialen Normen, Individuen, gestalteter und natürlicher Umwelt. Mit seinen Klanginstallationen und Instrumenten bringt der Künstler uns die Ergebnisse seiner musikalischen Experimente zu Gehör, prüft aber auch die anderen Sinne auf ihre akustische Gestimmtheit.“ Eva Claudia Scholtz, Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung

    Darüber hinaus unterstützten das Bureau des arts plastiques des Institut français und das französische Kulturministerium die Präsentation im Fridericianum.

  • 4.9.2020, Pressemitteilung
    Pressevorankündigung: Tarek Atoui

    Fridericianum zeigt mit Waters‘ Witness die erste Einzelausstellung Tarek Atouis in Deutschland

    Tarek Atoui: Waters‘ Witness
    3. Oktober 2020 – 17. Januar 2021

    Pressevorbesichtigung: Donnerstag, 1. Oktober 2020, 11.30 Uhr
    Eröffnung: Samstag, 3. Oktober 2020, 11–19 Uhr

    Tarek Atoui schöpft das Potenzial der Klangkunst, das im Zentrum seiner Praxis steht, umfassend aus. Ihn interessiert nicht allein, wie Schallereignisse oder Geräusche eine akustische Wirkung entfalten. Ebenso wichtig ist für ihn, wie diese Phänomene mit anderen Sinnesorganen als dem Ohr wahrgenommen werden können, wie sie als Katalysator für menschliche Interaktion fungieren und wie sie mit gesellschaftlichen, historischen oder räumlichen Parametern in Beziehung stehen. Ausgangspunkt seiner Werke sind zumeist umfassende anthropologische, ethnologische, musikwissenschaftliche oder technische Recherchen, die in der Realisierung von Instrumenten, Hörräumen, Performances oder Workshops münden.

    Mit Waters‘ Witness stellt das Fridericianum das Schaffen Tarek Atouis, der 1980 in Beirut geboren wurde und heute in Paris lebt, erstmals in Deutschland in einer Einzelausstellung vor. Dabei basiert die Präsentation auf dem fortlaufenden Projekt I/E, in dessen Rahmen Atoui seit 2015 Klänge von Hafenanlagen in Athen, Abu Dhabi, Singapur, Porto und Beirut erforscht. In Kassel werden bislang separat genutzte Bestandteile dieser künstlerischen Unternehmungen zusammengeführt, wobei sich die Tonaufnahmen mit ortsspezifischen Materialien – Marmorblöcken und Stahlträgern – sowie dem Umraum zu einer Einheit verbinden. Ergänzt wird dieses installative Arrangement durch die 2020 entstandene Werkgruppe Tables of Content, anhand derer Atouis zentrales Thema der Partizipation unmittelbar nachvollziehbar wird. Atouis Arbeiten waren unter anderem auf der dOCUMENTA (13) in Kassel (2012) sowie der 58. Biennale Venedig (2019) zu erleben. Parallel zu Kassel eröffnet im Herbst 2020 eine Schau zum Werk des Künstlers in der Sharjah Art Foundation in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

    Mit der freundlichen Unterstützung der Hessischen Kulturstiftung, des Bureau des arts plastiques des Institut français und des französischen Kulturministeriums.

  • 7.5.2020, Pressemitteilung
    Wiedereröffnung

    Das Fridericianum öffnet wieder. Die Ausstellung Forrest Bess wird verlängert. Neue Vermittlungsformate und Sonderprojekte gehen online. Karl Holmqvist beginnt mit der Realisierung des Kunstwerkes Existential Staircase/Existenzielles Treppenhaus.

    Am Dienstag, den 12. Mai 2020, öffnet das Fridericianum wieder für den Publikumsverkehr. Zudem wurde vor dem Hintergrund der positiven Resonanz und des internationalen Medienechos die Ausstellung zum Leben und Werk von Forrest Bess bis zum 6. September 2020 verlängert.

    Um das Schaffen des visionären Malers zu vermitteln, veranstaltet das Fridericianum ab sofort mittwochs (um 17 Uhr / in englischer Sprache) und sonntags (um 15 Uhr) über Instagram Live-Führungen durch die Werkschau. Auch die Reihe FF – Live im Fridericianum, in deren Rahmen normalerweise Performances, Konzerte und Vorträge stattfinden, startet ein alternatives, digitales Programm. So werden auf der Website www.fridericianum.org sowie in den sozialen Netzwerken der Kunsthalle monatlich eigens produzierte Kurzfilme von internationalen Künstler*innen wie Juliette Blightman (Großbritannien), Keren Cytter (Israel), Dan Bodan (Kanada) und Yu Ji (China) veröffentlicht, die in unterschiedlicher Weise kreativ auf die aktuelle Situation durch die Pandemie reagieren. In eine ähnliche Richtung zielt das Sonderprojekt des schwedischen Künstlers Karl Holmqvist, der ab der Wiedereröffnung prozessual im Treppenhaus des Gebäudes das ortsspezifische Kunstwerk Existential Staircase/Existenzielles Treppenhaus realisiert und damit berechtigten Raum für (Sinn-)Fragen gibt.

    Direktor Moritz Wesseler: „Wir sind glücklich, das Fridericianum nun endlich wieder für Besucher*innen öffnen zu können. Darüber hinaus ist es gelungen, die vielbeachtete Forrest Bess-Ausstellung zu verlängern und ein facettenreiches digitales Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm zu initiieren. Kunst und Kultur sind wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Wir hoffen, durch unsere Aktivitäten einen Beitrag dazu leisten zu können, dass sich vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion rund um die Pandemie weiter alternative Perspektiven und neue gedankliche Freiräume entwickeln – in Kassel und darüber hinaus.“

    Um das Publikum des Fridericianum vor dem Coronavirus (SARS-CoV-2) zu schützen, gelten für den Besuch bestimmte Sicherheitsregeln. Hierzu zählen etwa die Begrenzung der Besucherzahl, die Berücksichtigung von Abstandsregeln sowie das Einhalten von Hygienebestimmungen. Über die Wiedereröffnung des Cafés wird demnächst gesondert informiert. Weiterführende Informationen sind auf der Website www.fridericianum.org sowie über das folgende Info-Telefon abrufbar: 0561-70727-20.

    Digitale Führungen: mittwochs (um 17 Uhr / in englischer Sprache) und sonntags (um 15 Uhr) über Instagram Live: @fridericianum
    FF – Digital: Aktuell: Juliette Blightman (Großbritannien), Mai: Keren Cytter (Israel), Juni: Dan Bodan (Kanada), Juli: Yu Ji (China).
    Karl Holmqvist Existential Staircase/Existenzielles Treppenhaus: Nach Abschluss des Realisierungsprozesses wird das Projekt im Rahmen eines Pressetermins vorgestellt, zu der Sie separat eingeladen werden.

  • 31.1.2020, Presseeinladung
    Forrest Bess im Fridericianum

    Forrest Bess
    15. Februar – 3. Mai 2020
    Ausstellungseröffnung: Freitag, 14. Februar 2020, 19 Uhr

    Pressevorbesichtigung: Donnerstag, 13. Februar 2020, 11 Uhr

    Es sprechen:
    Dr. Sabine Schormann, Generaldirektorin documenta und Museum Fridericianum gGmbH
    Moritz Wesseler, Direktor Fridericianum

    Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten um Anmeldung unter press@fridericianum.org.

    Das Fridericianum zeigt die erste Ausstellung zum Schaffen des US-amerikanischen Malers Forrest Bess in Deutschland seit über 30 Jahren

    Die Ausstellung im Fridericianum stellt das bemerkenswerte und ungewöhnliche Schaffen von Forrest Bess erstmals seit 1989 einer breiteren Öffentlichkeit in Deutschland vor. Durch die Präsentation von mehr als 70 Werken aus institutionellen und privaten Sammlungen wird der künstlerische Wandel von konventionelleren, gegenständlichen Formulierungen hin zu den sogenannten „visionären“ Malereien – den biomorphen Abstraktionen – dargestellt, die sein Hauptwerk bilden. Zudem wird durch die Integration ausgewählter Korrespondenzen sowie weiterer archivalischer Quellen die Biografie von Bess behutsam nachgezeichnet und zugleich Hintergrundinformationen zu seinen kunsttheoretischen Ansätzen, dem Umgang mit seiner Homosexualität oder seinen Theorien zum Hermaphroditismus geliefert. Dabei verdeutlicht die Beleuchtung von Leben und Werk, welche nicht zuletzt auch durch zeitgenössische Künstler*innen wie Tomma Abts, James Benning, Robert Gober, Richard Hawkins, Henrik Olesen oder Amy Sillman stark rezipiert wurden, die Relevanz, die Bess für die Gegenwart hat. 

    Forrest Bess: Leben und Werk

    Der Maler Forrest Bess, 1911 in Bay City, Texas, geboren und 1977 ebendort verstorben, gilt als herausragende und schwer zu greifende Persönlichkeit der amerikanischen Nachkriegskunst. Sowohl sein Werk als auch seine Lebensführung entsprachen nur bedingt den damaligen Konventionen. So führte Bess ab der zweiten Hälfte der 1940er-Jahre ein recht isoliertes Leben in der Bucht von Chinquapin bei Bay City, Texas, wo er sich als Fänger und Verkäufer von Fischködern betätigte. In dieser Zeit begann er systematisch, kleinformatige Bilder anzufertigen, anhand derer er seine Visionen festhielt, die er an der Schwelle zwischen Wachzustand und Schlaf erlebte. Diese Arbeiten, die er ab 1951 in einer gewissen Regelmäßigkeit ausstellte, zeigen Symbole, Formen und Räume, die sich nicht eindeutig dechiffrieren lassen und die im Bereich der biomorphen Abstraktionen verortet werden können. Für Bess manifestierten sich in den Bildwelten unterbewusste Erfahrungen und Erinnerungen der Menschheit. Dementsprechend betrieb er seine Auseinandersetzung mit ihnen wie eine intensive Forschungsarbeit. Er studierte Texte zur Mythologie, Kunstgeschichte, Psychologie und Sexualwissenschaft, die er in unzähligen Niederschriften und Korrespondenzen verarbeitete, ohne die Rätselhaftigkeit seines Schaffens jemals aufzulösen. Dabei gelangte er im Laufe der Zeit zu der Überzeugung, dass er durch die Vereinigung des Männlichen und des Weiblichen Unsterblichkeit erlangen könnte. Während der 1950er-Jahre mündete sein Glaube schließlich in medizinischen Eingriffen an seinen Genitalien, durch die er versuchte, zu einem „Pseudo-Hermaphroditen“ zu werden.
    Für Bess stand das künstlerische Werk in enger Beziehung zum Leben, welches in der umschriebenen Intensität und der spezifischen Eigenart als Unterscheidungsmerkmal zu Künstlern wie Barnett Newman, Jackson Pollock, Mark Rothko oder Clyfford Still angesehen werden kann, die wie er in der legendären Betty Parsons Gallery ausstellten. Aber nicht nur hinsichtlich dieses Gesichtspunktes lässt sich eine Differenz zu den heutzutage als Hauptvertreter des Abstrakten Expressionismus geltenden Künstlern ausmachen. Auch das intime Format von Bess’ Werken steht der Monumentalität der Gemälde seiner Kollegen gegenüber. Zudem sind die Arbeiten von Bess weder durch einen wiedererkennbaren Stil noch durch eine stringente Entwicklung geprägt. Wenngleich die Werke von Bess als Abstraktionen durchaus in den zeitgeschichtlichen Kontext passen, beschritt er mit seinen „visionären“ Bildern doch ganz eigene Wege. Dies hatte einen erheblichen Anteil daran, dass er für Generationen von nachfolgenden Kunstschaffenden als Referenzpunkt einzuordnen ist.

    Nach seinem Tod erfuhr Bess insofern Würdigungen durch verschiedene institutionelle Einzelausstellungen. Den Anfang markierte 1981 eine Schau im Whitney Museum of American Art in New York, an die 1988 eine Wanderausstellung mit Stationen im Museum of Contemporary Art in Chicago sowie im San José Museum of Artin San José anschloss, die 1989 ihren Abschluss im Museum Ludwig in Köln fand. 2013 und 2014 folgte die Ausstellungstournee Seeing Things Invisible, die in The Menil Collection in Houston, im Hammer Museum in Los Angeles, im Neuberger Museum of Art in Purchase sowie im Berkeley Art MuseumandPacific Film Archive in BerkeleyHalt machte. Zusammen mit der von Robert Gober initiierten Gegenüberstellung von Bess’ Texten und Werken im Rahmen der Whitney Biennial 2012 bildete diese Tournee den vorläufigen Höhepunkt der Rezeption dieses visionären Malers. Die Ausstellung im Fridericianum knüpft an die genannten Präsentationen an und aktualisiert erstmals seit 1989 die Rezeption des Werkes von Forrest Bess im deutschen Kontext.

    Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

  • 21.1.2020, Pressemitteilung
    Rachel Rose: Von Kassel nach Paris

    Nach dem Erfolg der Ausstellung von Rachel Rose im Fridericianum wird die viel beachtete Schau in der Lafayette Anticipations in Paris zu sehen sein – einem der renommiertesten Ausstellungshäuser Frankreichs.
    Vom 26. Oktober 2019 bis zum 12. Januar 2020 präsentierte das Fridericianum die erste Einzelausstellung von Rachel Rose in Deutschland. Die Schau, die eine Auswahl von Videoinstallationen und eine Serie neuer Skulpturen umfasste, zog in Kassel bereits über 5.000  Besucher*innen ins Fridericianum und erwirkte internationale Aufmerksamkeit. Diese zeigt sich nicht zuletzt auch in der Übernahme der Präsentation durch die Institution Lafayette Anticipations, wo die Schau vom 13. März bis 10. Mai 2020 zu sehen sein wird.

  • 22.10.2019, Pressemitteilung
    Pressemitteilung und -Einladung: Rachel Rose

    Ausstellung: Rachel Rose
    26. Oktober 2019–12. Januar 2020
    Fridericianum, Friedrichsplatz 18, 34117 Kassel

    Pressevorbesichtigung: Freitag, 25. Oktober 2019, 11.30 Uhr (die Künstlerin wird anwesend sein). 
    Eröffnung: Freitag, 25. Oktober 2019, 19 Uhr
    Wir freuen uns über Anmeldung unter: press@fridericianum.org

    In Rachel Roses erster großer Einzelausstellung in Deutschland präsentiert die Künstlerin (geb. 1986 in New York) im Fridericianum in Kassel ausgewählte Videoinstallationen und eine Reihe neuer Skulpturen.
    Rose sorgte in den letzten Jahren mit fesselnden Videoinstallationen und Filmen auf internationaler Eben für Aufsehen. Die Schau bietet mit einer Auswahl von fünf filmischen Arbeiten einen Überblick über ihr Schaffen:Sitting Feeding Sleeping (2013), Everything and More (2015), Lake Valley (2016), Autoscopic Egg (2017) und Wil-o-Wisp (2018). Diese Werke werden im Fridericianum zusammen mit einer Gruppe neuer Skulpturen gezeigt, so dass es sich bei der Zusammenstellung um die bislang größte Einzelausstellung der Künstlerin handelt.
    Als charakteristische Beispiele für Roses künstlerische Herangehensweise bilden diese Arbeiten je eigene Antworten auf Fragestellungen, denen ihr besonderes Interesse gilt. Trotz der Vielfalt der Motive zeichnet sich die untrennbare Verbindung zwischen unserem Verhältnis zur Landschaft, dem Geschichten-Erzählen und Glaubenssystemen als großes Thema ihres Werks ab. Im Glauben an übernatürliche Kräfte in der Neuzeit (Wil-o-Wisp) und in Zukunftsvisionen, wie sie die heutige Wissenschaft zeichnet (Sitting Feeding Sleeping), zeigt die Künstlerin Ähnlichkeiten in der Auffassung von Sterblichkeit auf. Arbeiten wie Lake Valley und Everything and More wiederum malen ungewöhnliche Erlebnisse und Sinneserfahrungen aus – von Kindern, die in Märchen von ihren Eltern verlassen werden, bis zur Schwerelosigkeit im Weltall –, aus denen wir etwas darüber lernen können, was es heißt, ein Mensch zu sein. So zeichnet die Ausstellung nach, wie Rose grundlegende existenzielle Fragen in Bilder fasst und im Rückgriff auf die Vergangenheit untersucht, wie gegenwärtige Verhältnisse unser Verständnis von Vergänglichkeit prägen.

    Mit dem Einsatz und der Weiterentwicklung vielfältiger filmischer Techniken wie der Collage existierenden Materials oder – in ihren jüngsten Arbeiten – erzählenden Formen, schreibt Roses Werk sich in die lange Geschichte innovativer Filmpraxis ein. Bei aller Verschiedenheit der Herangehensweisen hat die Künstlerin zugleich eine charakteristische Form der Projektion und Installation entwickelt, die die Zuschauer in eine körperlich und psychologisch bewegende Erfahrungswelt aus Filmbildern und Klängen eintauchen lässt.
    Neben ihren Videoinstallationen wird im Fridericianum auch eine Reihe neuer skulpturaler Objekte aus Glas und diversen Mineralien zu sehen sein, denen die Eiform zugrunde liegt; sie scheint in Roses Werk oft auf, zuletzt in materieller Gestalt in Autoscopic Egg und den mundgeblasenen Linsen Optical Eggs (2018–19), die Teil der Installation des Videos Wil-o-Wisp sind. Aus der Serie mit dem Übertitel Born (2019–) werden neun eigens gefertigte Arbeiten in einem speziell für die Ausstellung entworfenen ovalen Raum gezeigt. Trotz der Anklänge an die verbreitete Symbolik des Eis als Zeichen für Fruchtbarkeit, Fortpflanzung und Verwandlung stehen diese Skulpturen zugleich beispielhaft für Roses jüngere künstlerische Praxis, von der sie verschiedene wesentliche Aspekte aufnehmen: die Geschichte des Glases, Topografie und das Collagieren von Materialien – Themen und Techniken, die sie immer wieder aufgreift.

  • 28.5.2019, Presseeinladung
    Fridericianum startet Ausstellungsprogramm mit Lucas Arruda und Ron Nagle

    Ausstellungen
    Lucas Arruda „Deserto-Modelo“
    Ron Nagle „Euphoric Recall“
    6. Juni bis 8. September 2019

    Pressevorbesichtigung: Dienstag, 4. Juni 2019, 11.30 Uhr
    Fridericianum, Friedrichsplatz 18, 34117 Kassel

    Es sprechen:
    Begrüßung: Dr. Sabine Schormann, Generaldirektorin documenta und Museum Fridericianum gGmbH
    Einführung: Moritz Wesseler, Direktor Fridericianum
    Rundgang durch die Ausstellungen mit Moritz Wesseler
    Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
    Um Anmeldung wird gebeten unter press@fridericianum.org

    Zu den Ausstellungen:
    Die Ausstellungen „Deserto-Modelo“ von Lucas Arruda und „Euphoric Recall“ von Ron Nagle markieren den Programmbeginn des neuen Fridericianum-Direktors Moritz Wesseler.
    Mit Lucas Arruda und Ron Nagle werden zwei Künstler vorgestellt, die für sehr unterschiedliche Aspekte der gegenwärtigen Kunstproduktion stehen und sich zugleich in verschiedenen Phasen innerhalb der Entwicklung ihrer künstlerisch-gedanklichen Sprache befinden.
    Während Arruda als Maler arbeitet, aus Südamerika stammt und mit Mitte dreißig bereits ein bemerkenswert klares Werk formuliert hat, das aktuell am Beginn der internationalen Wahrnehmung steht, betätigt sich Nagle als Plastiker, hat seine Wurzeln in Nordamerika und kann mit einem sechs Jahrzehnte umspannenden und konsistenten Werk als Meister seines Metiers angesehen werden. Dabei ist beiden Künstlern die leidenschaftlich-obsessive Konzentration auf ihre Themenfelder und Werkbereiche gemein, die die Basis für die Singularität ihres Schaffens bildet.
    Auf die Präsentationen von Arruda und Nagle folgen im Oktober 2019 eine umfangreiche Werkschau der 1986 geborenen, mit zeitbasierten Medien und Skulptur arbeitenden Künstlerin Rachel Rose sowie im Februar 2020 die seit über dreißig Jahren größte europäische Ausstellung über das Schaffen des 1977 verstorbenen Malers Forrest Bess. Somit rückt Moritz Wesseler im Rahmen seiner Programmatik für das Fridericianum zum einen Künstlerinnen und Künstler in den Fokus, denen in Deutschland institutionell bislang noch keine Plattform geboten wurde, und bietet zum anderen die Möglichkeit, historische Positionen wiederzuentdecken, die lange Zeit keine Sichtbarkeit hatten, obwohl sie für die aktuellen Diskurse eine große Relevanz aufweisen.

    Lucas Arruda „Deserto-Modelo“
    Unter dem Titel „Deserto-Modelo“ präsentiert das Fridericianum die erste größere institutionelle Einzelausstellung des 1983 in São Paulo geborenen Künstlers Lucas Arruda.
    Sein Schaffen umfasst Gemälde, Grafiken, Lichtinstallationen, Diaprojektionen und Filme. Es reflektiert die hingebungsvolle und intensive Auseinandersetzung mit einem breiten Themenspektrum, das vom konzeptuellen Rahmenwerk der Gattung Malerei bis hin zu den existenzialistischen Bedingungen des Lebens reicht.
    Besonderes Augenmerk legt Arruda auf die Darstellung von Landschaften und Seestücken, wobei er in seinen Werken nie auf konkrete Orte Bezug nimmt. Es geht ihm vielmehr um das Festhalten der imaginären Bilder, die durch Gedanken und Erinnerungen an sie hervorgerufen werden, sowie um die Erforschung der damit verbundenen Lichtverhältnisse, Atmosphären und Emotionen. Dabei sind viele seiner Arbeiten von einer derartigen Abstraktion geprägt, dass der Landschaftsbezug lediglich durch die unterschiedlich präsenten Horizontlinien suggeriert wird.
    Unabhängig vom Grad ihrer Lesbarkeit bewirken seine visuellen Formulierungen einen Moment der Entschleunigung und Konzentration, der in den immer schneller werdenden Zeiten überrascht und mit eindringlicher, aber stiller Kraft auch die Frage aufwirft, welchen Rhythmen das Leben in einer globalisierten Welt folgt.

    Ron Nagle „Euphoric Recall“
    Seit mehr als sechs Jahrzehnten fertigt Ron Nagle Werke, die sich dadurch charakterisieren lassen, dass sie eine maximale Höhe von 20 cm aufweisen. Trotz ihrer geringen Größe haben die u. a. aus Keramik, Kunststoff, Glasurmitteln und Autolack gefertigten Arbeiten eine Präsenz und Wirkung, die beeindruckender kaum sein könnte. Sie begründet die einmalige Stellung von Nagles Schaffen innerhalb der Gattung Skulptur und ist das Resultat eines Zusammenspiels von ungewöhnlichen Formen, mannigfaltigen Farben und taktilen Oberflächen. So treffen organisch anmutende Volumina auf architektonische Elemente, stehen sich hell-leuchtende und dezent zurückgenommene Farben gegenüber und kontrastieren porös-raue und hochglänzende Oberflächen.
    Die Werke sind nicht nur ungemein frisch, gefühlvoll und raffiniert, sondern ebenso mysteriös und bisweilen surreal. Zudem verleiht Nagle seinen Arbeiten weitere Bedeutungsebenen, indem er ihnen ausgeklügelte Titel zuschreibt, die zumeist von Wortwitz und Humor durchdrungen sind.
    Die Ausstellung von Nagle im Fridericianum ist die erste Einzelpräsentation des 1939 in San Francisco geborenen Künstlers in Deutschland. Anlässlich der Schau, die in Kooperation mit der Wiener Secession realisiert wird, erscheint ein Künstlerbuch.

  • 30.4.2019, Pressemitteilung
    Fridericianum startet Ausstellungsprogramm mit Ron Nagle und Lucas Arruda

    Ausstellungen
    Lucas Arruda „Deserto-Modelo“
    Ron Nagle „Euphoric Recall“
    6. Juni bis 8. September 2019

    Pressevorbesichtigung: Dienstag, 4. Juni 2019, 11.30 Uhr
    Eröffnung: Mittwoch, 5. Juni 2019, 19 Uhr

    Die Ausstellungen „Deserto-Modelo“ von Lucas Arruda und „Euphoric Recall“ von Ron Nagle markieren den Programmbeginn des neuen Fridericianum-Direktors Moritz Wesseler.
    Mit Lucas Arruda und Ron Nagle werden zwei Künstler vorgestellt, die für sehr unterschiedliche Aspekte der gegenwärtigen Kunstproduktion stehen und sich zugleich in verschiedenen Phasen innerhalb der Entwicklung ihrer künstlerisch-gedanklichen Sprache befinden.
    Während Arruda als Maler arbeitet, aus Südamerika stammt und mit Mitte dreißig bereits ein bemerkenswert klares Werk formuliert hat, das aktuell am Beginn der internationalen Wahrnehmung steht, betätigt sich Nagle als Plastiker, hat seine Wurzeln in Nordamerika und kann mit einem sechs Jahrzehnte umspannenden und konsistenten Werk als Meister seines Metiers angesehen werden. Dabei ist beiden Künstlern die leidenschaftlich-obsessive Konzentration auf ihre Themenfelder und Werkbereiche gemein, die die Basis für die Singularität ihres Schaffens bildet.
    Auf die Präsentationen von Arruda und Nagle folgen im Oktober 2019 eine umfangreiche Werkschau der 1986 geborenen, mit zeitbasierten Medien und Skulptur arbeitenden Künstlerin Rachel Rose sowie im Februar 2020 die seit über dreißig Jahren größte europäische Ausstellung über das Schaffen des 1977 verstorbenen Malers Forrest Bess. Somit rückt Moritz Wesseler im Rahmen seiner Programmatik für das Fridericianum zum einen Künstlerinnen und Künstler in den Fokus, denen in Deutschland institutionell bislang noch keine Plattform geboten wurde, und bietet zum anderen die Möglichkeit, historische Positionen wiederzuentdecken, die lange Zeit keine Sichtbarkeit hatten, obwohl sie für die aktuellen Diskurse eine große Relevanz aufweisen.

    Lucas Arruda „Deserto-Modelo“
    Unter dem Titel „Deserto-Modelo“ präsentiert das Fridericianum die erste größere institutionelle Einzelausstellung des 1983 in São Paulo geborenen Künstlers Lucas Arruda.
    Sein Schaffen umfasst Gemälde, Grafiken, Lichtinstallationen, Diaprojektionen und Filme. Es reflektiert die hingebungsvolle und intensive Auseinandersetzung mit einem breiten Themenspektrum, das vom konzeptuellen Rahmenwerk der Gattung Malerei bis hin zu den existenzialistischen Bedingungen des Lebens reicht.
    Besonderes Augenmerk legt Arruda auf die Darstellung von Landschaften und Seestücken, wobei er in seinen Werken nie auf konkrete Orte Bezug nimmt. Es geht ihm vielmehr um das Festhalten der imaginären Bilder, die durch Gedanken und Erinnerungen an sie hervorgerufen werden, sowie um die Erforschung der damit verbundenen Lichtverhältnisse, Atmosphären und Emotionen. Dabei sind viele seiner Arbeiten von einer derartigen Abstraktion geprägt, dass der Landschaftsbezug lediglich durch die unterschiedlich präsenten Horizontlinien suggeriert wird. Unabhängig vom Grad ihrer Lesbarkeit bewirken seine visuellen Formulierungen einen Moment der Entschleunigung und Konzentration, der in den immer schneller werdenden Zeiten überrascht und mit eindringlicher, aber stiller Kraft auch die Frage aufwirft, welchen Rhythmen das Leben in einer globalisierten Welt folgt.

    Ron Nagle „Euphoric Recall“
    Seit mehr als sechs Jahrzehnten fertigt Ron Nagle Werke, die sich dadurch charakterisieren lassen, dass sie eine maximale Höhe von 20 cm aufweisen. Trotz ihrer geringen Größe haben die u. a. aus Keramik, Kunststoff, Glasurmitteln und Autolack gefertigten Arbeiten eine Präsenz und Wirkung, die beeindruckender kaum sein könnte. Sie begründet die einmalige Stellung von Nagles Schaffen innerhalb der Gattung Skulptur und ist das Resultat eines Zusammenspiels von ungewöhnlichen Formen, mannigfaltigen Farben und taktilen Oberflächen. So treffen organisch anmutende Volumina auf architektonische Elemente, stehen sich hell-leuchtende und dezent zurückgenommene Farben gegenüber und kontrastieren porös-raue und hochglänzende Oberflächen. Die Werke sind nicht nur ungemein frisch, gefühlvoll und raffiniert, sondern ebenso mysteriös und bisweilen surreal. Zudem verleiht Nagle seinen Arbeiten weitere Bedeutungsebenen, indem er ihnen ausgeklügelte Titel zuschreibt, die zumeist von Wortwitz und Humor durchdrungen sind.
    Die Ausstellung von Nagle im Fridericianum ist die erste Einzelpräsentation des 1939 in San Francisco geborenen Künstlers in Deutschland. Anlässlich der Schau, die in Kooperation mit der Wiener Secession realisiert wird, erscheint ein Künstlerbuch.

Pressebilder

Bitte verwenden Sie das Bildmaterial ausschließlich im Zusammenhang der aktuellen Berichterstattung zum Fridericianum und nennen bei der Veröffentlichung die angegebenen Bildunterschriften und Copyrightangaben. Für Veröffentlichungen im Internet sind maximal 72 dpi gestattet.

Tarek Atoui
3. Oktober 2020 – 17. Januar 2021

Rumpf eines Containerschiffs und Stahlträger im Hafen von Abu Dhabi (2017), Tarek Atouis Hände bei der I/E-Performance im Louvre, Paris (2013), Marmorstein / Container ship hull and steel rails in Abu Dhabi ports (2017), Tarek Atoui’s hands during I/E performance at the Louvre, Paris (2013), marble stone, Foto / Photo: © Alexandre Guirkinger

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Tarek Atoui: Waters’ Witness, Ausstellungsansicht / Installation view, © Tarek Atoui, Fridericianum, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Tarek Atoui: Waters’ Witness, Ausstellungsansicht / Installation view, © Tarek Atoui, Fridericianum, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Tarek Atoui: Waters’ Witness, Ausstellungsansicht / Installation view, © Tarek Atoui, Fridericianum, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Tarek Atoui: Waters’ Witness, Ausstellungsansicht / Installation view, © Tarek Atoui, Fridericianum, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Tarek Atoui: Waters’ Witness, Ausstellungsansicht / Installation view, © Tarek Atoui, Fridericianum, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Performance Tarek Atoui, Tarek Atoui: Waters’ Witness at the Fridericianum, 2020 © Tarek Atoui, Fridericianum, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Performance Tarek Atoui, Tarek Atoui: Waters’ Witness at the Fridericianum, 2020 © Tarek Atoui, Fridericianum, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Tarek Atoui, Ausstellungsaufbau / exhibition setup Waters’ Witness, Fridericianum, September 2020
Foto / Photo: Nicolas Wefers

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Tarek Atoui, Ausstellungsaufbau / exhibition setup Waters’ Witness, Fridericianum, September 2020, Foto / Photo: Nicolas Wefers

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Tarek Atoui Ausstellungsaufbau / exhibition setup Waters’ Witness, Fridericianum, September 2020, Foto / Photo: Nicolas Wefers

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Tarek Atoui, Ansicht der Performance / view of the performance The Reverse Collection 2014–2016 in den / at the Tanks, Tate Modern, London, 2016, mit freundlicher Genehmigung des Künstlers / Courtesy of the artist und / and Tate Modern, London, 2016, Foto / Photo: Thierry Bal

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Tarek Atoui, The GROUND, Mixed Media, 58. Internationale Kunstausstellung / 58th International Art Exhibition – La Biennale di Venezia, May You Live In Interesting Times, Mit freundlicher Genehmigung / Courtesy La Biennale di Venezia
Foto / Photo: Andrea Avezzù

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Robert Aiki Aubrey Lowe, C. Lavender, Keith Fullerton, Chuck Bettis, C. Spencer Yeh, Tarek Atoui and Victoria Shen, Tarek Atoui: Organ Within, Solomon R. Guggenheim Museum, New York, 27. Juni / June 27, 2019
Foto / Photo: Enid Alvarez © Solomon R. Guggenheim Foundation

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Tarek Atoui, mit freundlicher Genehmigung des Künstlers / Courtesy of the artist, Foto / Photo: © Matteo Bellomo Fabrica

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Tarek Atoui und Chris Watson Hydrophone am Strand neben dem Hafen von Elefsina auswerfend, I/E-Projekt, Juni 2015 / Tarek Atoui and Chris Watson launching Hydrophones on the beach next to Elefsina port, I/E project, June 2015
Foto / Photo: Alexandre Guirkinger

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Tonaufnahme von Chris Watson durch einen Marmorstein im Tempel von Elefsina, I/E-Projekt, Juni 2015 / Chris Watson recording through a marble stone at the temple of Elefsina, I/E project, June 2015
Foto / Photo: Alexandre Guirkinger

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Hydrophone von Chris Watson nehmen das Summen des Hafens durch die Vibration des Tores auf, Athen, Juni 2015 / Hydrophones of Chris Watson recording the hum of the port through the vibration of the gate, Athens, June 2015
Foto / Photo: Alexandre Guirkinger

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Eric La Casa bei der Aufnahme der Stadt Abu Dhabi von einem Fischerboot auf dem Fischmarkt aus, November 2017 / Eric La Casa recording the city of Abu Dhabi from a fisherman boat at the Fish Market, November 2017
Foto / Photo: Alexandre Guirkinger

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Alexandra Bircken
Top Down / Bottom Up

Alexandra Bircken, Berlin 2019, Foto / Photo: Albrecht Fuchs

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© Alexandra Bircken

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FF – Live im Fridericianum

© Trisha Baga

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Dan Bodan © Julia Burlingham

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Laure Prouvost © Neel Creates Photography

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Karl Holmqvist
Existential Staircase / Existenzielles Treppenhaus

Karl Holmqvist: Existential Staircase / Existenzielles Treppenhaus, 2020, eine Auftragsarbeit des / a work comissioned by the Fridericianum, Photo: Andrea Rossetti

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Karl Holmqvist: Existential Staircase / Existenzielles Treppenhaus, 2020, eine Auftragsarbeit des / a work comissioned by the Fridericianum, Photo: Andrea Rossetti

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Karl Holmqvist: Existential Staircase / Existenzielles Treppenhaus, 2020, eine Auftragsarbeit des / a work comissioned by the Fridericianum, Photo: Andrea Rossetti

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Karl Holmqvist: Existential Staircase / Existenzielles Treppenhaus, 2020, eine Auftragsarbeit des / a work comissioned by the Fridericianum, Photo: Nicolas Wefers

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Karl Holmqvist: Existential Staircase / Existenzielles Treppenhaus, 2020, eine Auftragsarbeit des / a work comissioned by the Fridericianum, Photo: Nicolas Wefers

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Karl Holmqvist: Existential Staircase / Existenzielles Treppenhaus, 2020, eine Auftragsarbeit des / a work comissioned by the Fridericianum, Photo: Andrea Rossetti

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Karl Holmqvist: Existential Staircase / Existenzielles Treppenhaus, 2020, eine Auftragsarbeit des / a work comissioned by the Fridericianum, Photo: Andrea Rossetti

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Karl Holmqvist: Existential Staircase / Existenzielles Treppenhaus, 2020, eine Auftragsarbeit des / a work comissioned by the Fridericianum, Photo: Nicolas Wefers

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Forrest Bess
15. Februar 2020 – 6. September 2020

Forrest Bess: Untitled (No. 5), 1949 © The artist and Collection Mickey Cartin

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Forrest Bess: Untitled (#6), 1957 © The artist. Privatsammlung / Private collection, Courtesy Modern Art, London, Foto / Photo: Robert Glowacki

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Forrest Bess: Untitled (#11), 1957 © The artist. Privatsammlung / Private collection, Courtesy Franklin Parrasch Gallery, New York, Foto / Photo: Kent Pell

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Forrest Bess: Untitled (No. 13), 1950 © The artist. Privatsammlung / Private collection, New York, Foto / Photo: Stewart Clements

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Forrest Bess: Untitled (The Spider), 1970 © The artist. Privatsammlung / Private collection, Courtesy Modern Art, London, Foto / Photo: Robert Glowacki

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Forrest Bess: No. 6, 1959 © The artist. Privatsammlung / Private collection, New York, Foto / Photo: Stewart Clements

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Forrest Bess: Untitled (No. 7), 1957 © The artist. Privatsammlung / Private collection, Courtesy Modern Art, London, Foto / Photo: Robert Glowacki

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Forrest Bess: Untitled (No. 31), 1951 © The artist. Courtesy Andrew Masullo, Foto / Photo: Wilfred J. Jones

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Richard Hawkins: Proposal for a monument, 2019 © Courtesy the artist and Greene Naftali, New York, Foto / Photo: Marten Elder

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James Benning: After Bess, 2014 © James Benning. Courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin

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Foto von Forrest Bess, 1956 © Kirk Hopper

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Forrest Bess, Ausstellungsansicht / Installation view, © Fridericianum, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Forrest Bess, Ausstellungsansicht / Installation view, © Fridericianum, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Forrest Bess, Ausstellungsansicht / Installation view, © Fridericianum, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Forrest Bess, Ausstellungsansicht / Installation view, © Fridericianum, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Forrest Bess, Ausstellungsansicht / Installation view, © Fridericianum, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Rachel Rose

© Fridericianum, Ausstellungsansicht / Installation View „Rachel Rose“, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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© Fridericianum, Ausstellungsansicht / Installation View „Rachel Rose“, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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© Fridericianum, Ausstellungsansicht / Installation View „Rachel Rose“, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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© Fridericianum, Ausstellungsansicht / Installation View „Rachel Rose“, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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© Fridericianum, Ausstellungsansicht / Installation View „Rachel Rose“, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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© Fridericianum, Ausstellungsansicht / Installation View „Rachel Rose“, Foto / Photo: Andrea Rossetti

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Rachel Rose: Lake Valley, 2016, Still, © Rachel Rose, Courtesy of the artist, Pilar Corrias Gallery, London und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome

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Rachel Rose: Sitting Feeding Sleeping, 2013, Still, © Rachel Rose, Courtesy of the artist, Pilar Corrias Gallery, London und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome 

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Rachel Rose: Sitting Feeding Sleeping, 2013, Still, © Rachel Rose, Courtesy of the artist, Pilar Corrias Gallery, London und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome

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Rachel Rose: Everything and More, 2015, Still, © Rachel Rose, Courtesy of the artist, Pilar Corrias Gallery, London und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome

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Rachel Rose: Everything and More, 2015, Still, © Rachel Rose, Courtesy of the artist, Pilar Corrias Gallery, London und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome

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Rachel Rose: Autoscopic Egg, 2017, © Rachel Rose, Courtesy of the artist und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome, Foto / Photo: Lance Brewer

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Rachel Rose: Autoscopic Egg, 2017, © Rachel Rose, Courtesy of the artist und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome, Foto / Photo: Lance Brewer

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Rachel Rose: Wil-o-Wisp, 2018, Still, © Rachel Rose, Courtesy of the artist, Pilar Corrias Gallery, London und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome 

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Rachel Rose: Wil-o-Wisp, 2018, Still, © Rachel Rose, Courtesy of the artist, Pilar Corrias Gallery, London und / and Gavin Brown’s enterprise, New York / Rome

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Rachel Rose, Foto / Photo: Landon Nordeman

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Fridericianum

Foto / Photo: Nils Klinger

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Moritz Wesseler, Köln 2018, © Albrecht Fuchs, Köln

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